Hoffnung für Alle

Psalm 65:1-14

Du überschüttest uns mit deinen Gaben

1Ein Lied von David.

2Dir gebühren Anbetung und Lob,65,2 Oder: Dich betet man in der Stille an. – Der hebräische Text ist nicht sicher zu deuten.

du Gott, der auf dem Berg Zion wohnt.

Was man dir versprochen hat,

das löst man dort dankbar für dich ein.

3Du bist es, der Gebete erhört,

darum kommen die Menschen zu dir.

4Schwere Schuld drückt uns65,4 So nach einigen hebräischen Handschriften und der griechischen Übersetzung. Der hebräische Text lautet: mich. zu Boden;

doch trotz unserer Untreue wirst du uns vergeben.

5Glücklich ist jeder, den du erwählt hast

und den du zu deinem Heiligtum kommen lässt!

Er darf in den Vorhöfen des Tempels zu Hause sein.

Wir sehnen uns nach all dem Guten,

das du in deinem Haus für uns bereithältst.

6Gott, auf deine Gerechtigkeit ist Verlass!

Mit ehrfurchtgebietenden Taten antwortest du uns,

wenn wir deine Hilfe brauchen.

Selbst in den entferntesten Winkeln der Erde

setzen die Menschen ihre Hoffnung auf dich.

7Mit deiner Kraft hast du die Berge gebildet,

deine Macht ist allen sichtbar.

8Du besänftigst das Brausen der Meere,

die tosenden Wellen lässt du verstummen;

ja, auch die tobenden Völker bringst du zum Schweigen.

9Alle Bewohner der Erde erschrecken vor deinen Taten,

vom Osten bis zum Westen jubeln die Menschen dir zu.

10Du sorgst für das ganze Land, machst es reich und fruchtbar.

Du füllst die Bäche und Flüsse mit Wasser,

damit Getreide in Hülle und Fülle wächst.

11Du befeuchtest das gepflügte Land

und tränkst es mit strömendem Regen.

Das ausgedörrte Erdreich weichst du auf,

und alle Pflanzen lässt du gedeihen.

12Du schenkst eine reiche und gute Ernte –

sie ist die Krönung des ganzen Jahres.

13Selbst die Steppe fängt an zu blühen,

von den Hügeln hört man Freudenrufe.

14Dicht an dicht drängen sich die Herden auf den Weiden,

und mit wogendem Korn sind die Täler bedeckt.

Alles ist erfüllt von Jubel und Gesang.