Hoffnung für Alle

Jeremia 1

Jeremias Berufung und sein Aufruf zur Umkehr (Kapitel 1,1–8,17)

Jeremia – ein Prophet des Herrn

1In diesem Buch sind die Worte von Jeremia aufgeschrieben. Er war ein Sohn von Hilkija und stammte aus einer Priesterfamilie aus Anatot, das im Stammesgebiet von Benjamin liegt. Jeremia empfing Botschaften vom Herrn ab dem 13. Regierungsjahr des judäischen Königs Josia, des Sohnes von Amon. Auch später noch sprach Gott zu Jeremia, während der Regierungszeit des judäischen Königs Jojakim, des Sohnes von Josia, bis zum 5. Monat des 11. Regierungsjahres von König Zedekia, der auch ein Sohn von Josia war. In diesem Monat wurden die Einwohner Jerusalems in die Verbannung geführt.

Jeremia wird von Gott berufen

Eines Tages sprach der Herr zu mir: »Ich habe dich schon gekannt, ehe ich dich im Mutterleib bildete, und ehe du geboren wurdest, habe ich dich erwählt, um mir allein zu dienen. Du sollst ein Prophet sein, der den Völkern meine Botschaften verkündet.«

Ich aber erwiderte: »O nein, mein Herr und Gott! Ich habe keine Erfahrung im Reden, denn ich bin noch viel zu jung!« Doch der Herr entgegnete: »Sag nicht: Ich bin zu jung! Zu allen Menschen, zu denen ich dich sende, sollst du gehen und ihnen alles verkünden, was ich dir auftrage. Fürchte dich nicht vor ihnen, ich bin bei dir und werde dich beschützen. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort.«

Er streckte mir seine Hand entgegen, berührte meinen Mund und sagte: »Ich lege dir meine Worte in den Mund 10 und gebe dir Vollmacht über Völker und Königreiche. Du wirst sie niederreißen und entwurzeln, zerstören und stürzen, aber auch aufbauen und einpflanzen!«

11 Dann fragte er mich: »Jeremia, was siehst du dort?« »Einen Mandelbaumzweig, dessen Blüten bald aufgehen 12 »Richtig!«, sagte er. »Genauso wird alles in Erfüllung gehen, was ich ankündige. Dafür sorge ich.«

13 Wieder fragte mich der Herr: »Jeremia, was siehst du dort?« »Ich sehe einen Topf mit kochendem Wasser, der sich von Norden her gegen uns neigt.« 14 Da sprach der Herr zu mir: »Aus dem Norden wird das Unheil über alle Bewohner dieses Landes hereinbrechen. 15 Denn ich rufe alle Völker aus dem Norden herbei – sie werden heranziehen, und jeder König wird seinen Thron vor den Toren von Jerusalem aufstellen. Dann rücken ihre Soldaten gegen Jerusalem und gegen alle Städte in Juda vor. 16 Ich werde mein Volk verurteilen für alles, was sie getan haben: Mich haben sie verlassen, anderen Göttern geopfert und sich vor selbst gemachten Götzenstatuen niedergeworfen.

17 Du aber mach dich bereit, geh zu ihnen und verkünde ihnen alles, was ich dir auftrage! Fürchte dich nicht vor ihnen, sonst sorge ich dafür, dass sie dich das Fürchten lehren. 18 Ich mache dich stark, Jeremia, stark wie eine Festung, wie eine Säule aus Eisen, wie eine Mauer aus Bronze. Denn du wirst gegen das ganze Land stehen, gegen die Könige von Juda und die führenden Männer, gegen die Priester und gegen das Volk. 19 Sie alle werden dich bekämpfen – doch ohne Erfolg, denn ich bin bei dir und beschütze dich. Das verspreche ich, der Herr

The Message

Jeremiah 1

Demolish, and Then Start Over

11-4 The Message of Jeremiah son of Hilkiah of the family of priests who lived in Anathoth in the country of Benjamin. God’s Message began to come to him during the thirteenth year that Josiah son of Amos reigned over Judah. It continued to come to him during the time Jehoiakim son of Josiah reigned over Judah. And it continued to come to him clear down to the fifth month of the eleventh year of the reign of Zedekiah son of Josiah over Judah, the year that Jerusalem was taken into exile. This is what God said:

“Before I shaped you in the womb,
    I knew all about you.
Before you saw the light of day,
    I had holy plans for you:
A prophet to the nations—
    that’s what I had in mind for you.”

But I said, “Hold it, Master God! Look at me.
    I don’t know anything. I’m only a boy!”

7-8 God told me, “Don’t say, ‘I’m only a boy.’
    I’ll tell you where to go and you’ll go there.
I’ll tell you what to say and you’ll say it.
    Don’t be afraid of a soul.
I’ll be right there, looking after you.”
    God’s Decree.

9-10 God reached out, touched my mouth, and said,
    “Look! I’ve just put my words in your mouth—hand-delivered!
See what I’ve done? I’ve given you a job to do
    among nations and governments—a red-letter day!
Your job is to pull up and tear down,
    take apart and demolish,
And then start over,
    building and planting.”

Stand Up and Say Your Piece

11-12 God’s Message came to me: “What do you see, Jeremiah?”
    I said, “A walking stick—that’s all.”
And God said, “Good eyes! I’m sticking with you.
    I’ll make every word I give you come true.”

13-15 God’s Message came again: “So what do you see now?”
    I said, “I see a boiling pot, tipped down toward us.”
Then God told me, “Disaster will pour out of the north
    on everyone living in this land.
Watch for this: I’m calling all the kings out of the north.”
    God’s Decree.

15-16 “They’ll come and set up headquarters
    facing Jerusalem’s gates,
Facing all the city walls,
    facing all the villages of Judah.
I’ll pronounce my judgment on the people of Judah
    for walking out on me—what a terrible thing to do!—
And courting other gods with their offerings,
    worshiping as gods sticks they’d carved, stones they’d painted.

17 “But you—up on your feet and get dressed for work!
    Stand up and say your piece. Say exactly what I tell you to say.
Don’t pull your punches
    or I’ll pull you out of the lineup.

18-19 “Stand at attention while I prepare you for your work.
    I’m making you as impregnable as a castle,
Immovable as a steel post,
    solid as a concrete block wall.
You’re a one-man defense system
    against this culture,
Against Judah’s kings and princes,
    against the priests and local leaders.
They’ll fight you, but they won’t
    even scratch you.
I’ll back you up every inch of the way.”
    God’s Decree.