Hoffnung für Alle

Jeremia 13

Das Maß der Sünden Judas ist voll (Kapitel 13–20)

Der verrottete Gürtel

1Der Herr sprach zu mir: »Kauf dir einen Gürtel aus Leinen, binde ihn dir um und sorg dafür, dass er nicht nass wird!« Ich kaufte einen Gürtel und legte ihn an, so wie der Herr es mir befohlen hatte. Dann gab er mir noch einen Auftrag: »Geh mit deinem neuen Gürtel an den Euphrat[a] und versteck ihn dort in einer Felsspalte!« Wieder tat ich, was der Herr mir gesagt hatte, ging zum Euphrat und versteckte den Gürtel dort. Nach langer Zeit sprach der Herr zu mir: »Geh zurück an den Euphrat und hol den Gürtel, den du auf meinen Befehl dort versteckt hast!« Da wanderte ich wieder zum Euphrat und holte den Gürtel aus seinem Versteck hervor. Doch er war verrottet und zu nichts mehr zu gebrauchen.

Der Herr sprach zu mir: »Genauso werde ich den Hochmut der Bewohner von Jerusalem und ganz Juda zunichtemachen. 10 Sie sind ein boshaftes Volk, das sich weigert, auf mich zu hören, und tut, wozu sein Eigensinn es treibt. Anderen Göttern laufen sie nach, dienen ihnen und beten sie an – darum werden sie diesem Gürtel gleichen, der zu nichts mehr zu gebrauchen ist! 11 Wie sich ein Mann seinen Gürtel um die Hüften bindet, so wollte ich, der Herr, mich mit Israel und Juda verbinden. Mein Volk sollten sie sein, meinen Namen bekannt machen, mir Lob und Ehre bringen – doch sie haben mir nicht gehorcht!«

Die Weinkrüge sind voll

12 »Sag ihnen: ›So spricht der Herr, der Gott Israels: Weinkrüge sind dazu da, dass man sie füllt.‹ Wenn sie dir entgegnen: ›Das weiß doch jeder, dass Weinkrüge voll sein müssen!‹, 13 dann antworte: ›Der Herr kündigt euch an: Die Bewohner dieses Landes, die Könige, die als Nachkommen von David regieren, die Priester und Propheten, ja, alle Einwohner von Jerusalem – sie sind die Krüge, und ich werde sie mit Wein füllen, bis sie betrunken sind! 14 Und dann schlage ich sie gegeneinander, so dass einer am anderen zerbricht, die Väter und die Söhne. Ich werde kein Mitleid mit ihnen haben und sie nicht schonen, sondern sie erbarmungslos zerschmettern. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort.‹«

Nehmt Gottes Warnung ernst!

15 Der Herr hat zu euch gesprochen, darum seid nicht überheblich, sondern hört genau zu und nehmt es euch zu Herzen! 16 Ehrt den Herrn, euren Gott, bevor er die Nacht hereinbrechen lässt und ihr in der Dämmerung auf den Hügeln umherstolpert, ehe er das Licht, auf das ihr wartet, in tiefe Nacht und hoffnungslose Dunkelheit verwandelt. 17 Doch wenn ihr seine Warnungen in den Wind schlagt, werde ich heimlich über euren Hochmut weinen; dann kann ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten, weil Gottes Volk, seine Herde, in die Gefangenschaft getrieben wird.

Eine Botschaft für König Jojachin

18 Der Herr sagt: »Richtet dem König und seiner Mutter aus: Steigt herab vom Thron und setzt euch auf den Boden, denn die Zeit eurer glanzvollen Herrschaft ist vorbei! 19 Die Städte im Süden von Juda werden belagert, und niemand kann zu ihnen durchkommen. Ganz Juda wird in die Gefangenschaft verschleppt.«

Jerusalem wird geschändet

20 »Jerusalem, siehst du, wie deine Feinde von Norden her kommen? Was soll nun aus deiner Herde werden, die du beschützen solltest und auf die du so stolz warst? 21 Was wirst du sagen, wenn ich die als Herren über dich einsetze, die du für deine Freunde hieltest? Schmerzen werden dich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau. 22 Und wenn du dich dann fragst: ›Warum trifft mich dieses Unheil?‹, dann sollst du wissen: Wegen deiner unzähligen Sünden reißt man dir jetzt dein Kleid hoch und tut dir Gewalt an.

23 Sag mir: Kann ein dunkelhäutiger Mensch etwa seine Hautfarbe wechseln oder ein Leopard sein geflecktes Fell? Genauso wenig kannst du Gutes tun, die du ans Böse gewöhnt bist! 24 Zerstreuen werde ich deine Einwohner wie Spreu im Wüstenwind!

25 Dieses Los erwartet dich, das ist der gerechte Lohn, den ich dir gebe, weil du mich vergessen und falschen Göttern geglaubt hast. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort! 26 Wegen deiner Untreue werde auch ich dir jetzt das Kleid hochreißen, hoch bis über dein Gesicht, damit alle dich nackt sehen. 27 Dein ständiges Ehebrechen, dein aufreizendes Lachen und deine schamlose Hurerei: Das alles ist mir nicht entgangen! Auf den Hügeln und Feldern hast du abscheuliche Götzen verehrt. Wehe dir, Jerusalem! Wie lange soll das noch so weitergehen? Willst du denn nie wieder rein werden?«

Footnotes

  1. 13,4 Oder: nach Para (ein Ort in der Nähe von Jeremias Heimatstadt Anatot).

Amplified Bible

Jeremiah 13

The Ruined Waistband

1Thus the Lord said to me, “Go and buy yourself a linen waistband and put it on your [a]loins, but do not put it in water.” So I bought the waistband according to the word of the Lord and put it on my loins. Then the word of the Lord came to me a second time, saying, “Get up and take the waistband that you have bought, which is [wrapped] around your loins, and go to the [river] Euphrates and hide it there in a crevice of the rock.” So I went and hid it by the Euphrates, as the Lord had commanded me. And after many days the Lord said to me, “Get up, go to the Euphrates and get the waistband which I commanded you to hide there.” Then I went to the Euphrates and dug, and I took the waistband from the place where I had hidden it. And behold, the waistband was decayed and ruined; it was completely worthless.

Then the word of the Lord came to me, saying, “Thus says the Lord, ‘In this same way I shall destroy the pride of Judah and the great pride of Jerusalem. 10 These wicked and malevolent people, who refuse to listen to My words, who walk in the stubborn way of their heart and have followed other gods [which are nothing—just man-made carvings] to serve them and to worship them, let them be just like this waistband which is completely worthless. 11 For as the waistband clings to the body of a man, so I caused the whole house of Israel and the whole house of Judah to cling to Me,’ says the Lord, ‘that they might be for Me a people, a name, a praise, and a glory; but they did not listen and obey.’

Captivity Threatened

12 “Therefore you are to speak this word to them, ‘Thus says the Lord, the God of Israel, “Every jar should be filled with wine.”’ The people will say to you, ‘Do we not already know that every jar should be filled with wine?’ 13 Then say to them, ‘Thus says the Lord, “Behold, I am about to fill with drunkenness all the people of this land, even the kings who sit on David’s throne, the priests, the prophets and all the people of Jerusalem. 14 I will smash them one against another, both the fathers and the sons together,” says the Lord. “I shall destroy them [nothing will restrain Me]; I will not show pity nor be sorry nor have compassion.”’”

15 
Listen and pay close attention, do not be haughty and overconfident,
For the Lord has spoken [says Jeremiah].
16 
Give glory to the Lord your God,
Before He brings darkness
And before your feet stumble
On the dark and shadowy mountains,
And while you are longing for light
He turns it into the shadow of death,
And makes it into thick darkness.
17 
But if you will not listen and obey,
My soul will weep in secret for your pride;
My eyes will weep bitterly
And flow with tears,
Because the Lord’s flock has been taken captive.
18 
Say to the king and the queen mother,
“Humble yourselves and take a lowly seat,
For your beautiful crown [the crown of your glory]
Has come down from your head.”
19 
The cities of the South (the Negev) have been closed up,
And there is no one to open them;
All Judah has been carried into exile,
Completely carried away into exile.

20 
“Lift up your eyes and see
Those coming from the north.
Where is the flock that was given to you [to shepherd],
Your beautiful flock?
21 
“What will you say [O Jerusalem] when the Lord appoints [foreign nations to rule] over you—
Those former friends and allies whom you have encouraged [to be your companions]—
Will not pain seize you
Like [that of] a woman in childbirth?
22 
“And if you [wonder and] say in your heart,
‘Why have these things happened to me?’
It is because of the greatness and nature of your sin
That your skirts have been [b]pulled away [subjecting you to public disgrace]
And [like a barefoot slave] your heels have been wounded.
23 
“Can the Ethiopian change his skin
Or the leopard his spots?
Then you also can do good
Who are accustomed to evil and even trained to do it.
24 
“Therefore I will scatter you like drifting straw
[Driven away] by the desert wind.
25 
“This is your destiny, the portion [of judgment] measured to you
From Me,” says the Lord,
“Because you have forgotten Me
And trusted in [pagan] lies [the counterfeit gods, and the pretense of alliance].”
26 
“So I Myself will throw your skirts up over your face,
That your shame may be exposed [publicly].
27 
“I have seen your vile and detestable acts,
Even your adulteries and your lustful neighings [after idols],
And the lewdness of your prostitution
On the hills in the fields.
Woe (judgment is coming) to you, O Jerusalem!
How long will you remain unclean [by ignoring My precepts]?”

Footnotes

  1. Jeremiah 13:1 The midsection of the body between the lower ribs and the hips.
  2. Jeremiah 13:22 Using the expression for the violation of a woman, the writer describes how the Babylonians would deal with Judah.