Hoffnung für Alle

2 Chronik 32

Die Assyrer fallen in Juda ein (2. Könige 18,13)

1Mit allem, was Hiskia getan hatte, zeigte er seine Treue zum Herrn. Einige Zeit später fiel der assyrische König Sanherib mit seinen Truppen in Juda ein und belagerte die befestigten Städte, um sie zu erobern. Als Hiskia hörte, dass Sanherib mit seinem Heer auf Jerusalem zumarschierte, beriet er sich mit den obersten Beamten und Heerführern. Er schlug vor, alle Quellen außerhalb der Stadt zuzuschütten. Die Berater waren einverstanden und sagten: »Warum sollten wir es den Assyrern einfach machen und sie Wasser finden lassen, wenn sie uns belagern?« Sie riefen viele Menschen aus dem Volk zusammen, schütteten alle Quellen zu und versperrten den Zugang zur unterirdischen Wasserleitung, durch die das Wasser in die Stadt floss.

Entschlossen ging Hiskia daran, die eingestürzten Stellen der Stadtmauer wieder aufzubauen und ihre Türme zu vergrößern. Außen ließ er eine zweite Mauer um die Stadt ziehen und verstärkte die Befestigungsanlagen in der »Stadt Davids«, einem Stadtteil von Jerusalem. Außerdem ließ er viele Wurfgeschosse und Schilde anfertigen. Er setzte Hauptleute ein, die im Falle einer Belagerung Befehlsgewalt über die Einwohner von Jerusalem hatten.

Dann ließ Hiskia das Volk zu einer Versammlung auf den Platz beim Stadttor rufen, um ihnen Mut zuzusprechen. Er sagte: »Seid mutig und entschlossen! Lasst euch nicht einschüchtern vom assyrischen König und seinem großen Heer! Denn auf unserer Seite steht einer, der viel mächtiger ist als er. Für den König von Assyrien kämpfen nur Menschen. Wir aber haben den Herrn, unseren Gott, auf unserer Seite! Er will uns helfen, er wird für uns kämpfen!« Das Volk vertraute seinem König und fasste neuen Mut.

Sanherib bedroht Jerusalem (2. Könige 18,17-37; 19,8-13; Jesaja 36; 37,8-13)

Sanherib, der König von Assyrien, stand mit seinem ganzen Heer vor Lachisch. Von dort schickte er eine Gesandtschaft zu König Hiskia von Juda und den Einwohnern Jerusalems. Sie sollten ihnen folgende Botschaft ausrichten:

10 »Sanherib, der König von Assyrien, lässt euch sagen: Worauf vertraut ihr eigentlich, dass ihr bei einer Belagerung in Jerusalem bleiben wollt? 11 Lasst euch von Hiskia nichts vormachen! Er führt euch mit seinen Versprechungen geradewegs in den Tod. Er redet euch ein: ›Der Herr, unser Gott, wird uns vor den Assyrern retten.‹ Er lügt! Verhungern und verdursten lassen wird euch euer König! 12 Hat Hiskia nicht alle Opferstätten und Altäre dieses Gottes niedergerissen? Er hat euch doch befohlen, euch nur noch vor dem einen Altar in Jerusalem niederzuwerfen und nur dort eure Opfer darzubringen! 13 Wisst ihr denn nicht, wie ich und meine Vorgänger die anderen Königreiche unterworfen haben? Konnten etwa ihre Götter sie vor mir retten? 14 Nennt mir doch einen Gott, der sein Volk vor unseren Angriffen schützen konnte! Wir haben sie alle ausgemerzt! Und ihr meint, dass ausgerechnet euer Gott euch vor mir retten kann? 15 Glaubt Hiskia kein Wort, lasst euch von ihm nicht an der Nase herumführen! Noch nie konnte irgendein Gott sein Volk vor mir oder meinen Vorgängern retten. Da kann auch euer Gott euch nicht helfen!«

16 So lästerten Sanheribs Gesandte immer weiter über Gott, den Herrn, und seinen Diener Hiskia.

17 Sanherib hatte den Boten auch einen Brief mitgegeben, in dem er sich über den Herrn, den Gott Israels, lustig machte und prahlte: »Die Götter der anderen Königreiche konnten ihre Völker nicht vor mir schützen – also wird auch Hiskias Gott sein Volk nicht vor mir retten können!«

18 Sanheribs Gesandte riefen mit lauter Stimme auf Hebräisch den Einwohnern von Jerusalem, die auf der Stadtmauer standen, ihre Botschaft zu. Sie wollten ihnen Angst einjagen und sie einschüchtern, um die Stadt leichter einnehmen zu können. 19 Sie verspotteten den Gott Jerusalems genauso wie die Götter der anderen Völker, die doch nur von Menschen gemacht sind.

Gott selbst bestraft Sanherib (2. Könige 19,14-19.35-37; Jesaja 37,14-20.36-38)

20 König Hiskia und der Prophet Jesaja, der Sohn von Amoz, schrien zu Gott um Hilfe. 21 Da schickte der Herr einen Engel ins Lager der Assyrer, der alle guten Soldaten, Offiziere und obersten Befehlshaber tötete. So musste Sanherib mit Schimpf und Schande in sein Land zurückkehren. Als er dort eines Tages in den Tempel seines Gottes ging, erstachen ihn seine eigenen Söhne mit dem Schwert.

22 So rettete der Herr König Hiskia und die Einwohner Jerusalems vor Sanherib, dem König von Assyrien. Auch vor den Angriffen anderer Völker bewahrte er sie und schenkte ihnen ringsum Frieden. 23 Viele Menschen kamen nach Jerusalem, um dem Herrn Opfergaben zu bringen und um Hiskia, dem König von Juda, kostbare Geschenke zu überreichen. Seit der Vernichtung der Assyrer genoss Hiskia in den Augen aller Völker hohes Ansehen.

Hiskias letzte Regierungsjahre (2. Könige 20,1-21; Jesaja 38,1-8.21-22; 39)

24 In dieser Zeit wurde Hiskia todkrank. Er betete zum Herrn, und der erhörte sein Gebet und bestätigte ihm dies sogar durch ein Zeichen. 25 Doch anstatt Gott zu danken und ihm seine Wohltat zu erwidern, wurde der König überheblich. Seinetwegen entbrannte Gottes Zorn über ganz Jerusalem und Juda. 26 Da bereute Hiskia seinen Stolz, und gemeinsam mit den Einwohnern von Jerusalem bekannte er in aller Demut seine Schuld. Darum traf die Strafe des Herrn noch nicht zu Hiskias Lebzeiten ein.

27 Hiskia war sehr reich und berühmt. Er baute Schatzkammern für sein Silber und Gold, für die Edelsteine und kostbaren Balsamöle, für die Schilde und alle übrigen wertvollen Gegenstände. 28 Zum Lagern von Getreide, Most und Öl ließ er Vorratsscheunen errichten. Er besaß große Viehherden und viele Stallungen. 29 Ständig mehrte er seinen Besitz an Rindern, Schafen und Ziegen und gründete immer wieder neue Städte. Denn Gott hatte ihm großen Reichtum geschenkt. 30 Hiskia war es auch, der die Quelle Gihon abdecken ließ und ihr Wasser unterirdisch in westlicher Richtung zur »Stadt Davids« leitete. Alles, was er unternahm, gelang ihm. 31 Eines Tages kamen Gesandte aus Babylon zu ihm. Sie sollten sich nach dem Wunder erkundigen, das in seinem Land geschehen war. Gott ließ Hiskia tun, was er für richtig hielt. Er wollte prüfen, wie es in seinem Herzen aussah.

32 Alles Weitere über Hiskias Leben und seine Taten, an denen sich seine Treue zu Gott zeigte, steht im Buch über die Visionen des Propheten Jesaja, des Sohnes von Amoz, und in der Chronik der Könige von Juda und Israel. 33 Als er starb, wurde er an einem erhöhten Platz bei den Gräbern von Davids Nachkommen beigesetzt. Die Bewohner von Jerusalem und ganz Juda erwiesen ihm die letzte Ehre. Sein Sohn Manasse wurde zum Nachfolger erklärt.

La Bible du Semeur

2 Chroniques 32

La menace assyrienne

1Après ces événements qui démontrèrent la fidélité d’Ezéchias envers Dieu, Sennachérib, roi d’Assyrie, vint envahir le territoire de Juda. Il assiégea les villes fortifiées et ordonna d’en forcer les remparts[a]. Ezéchias, voyant que Sennachérib était venu avec l’intention d’attaquer Jérusalem, tint conseil avec ses ministres et ses officiers pour faire obturer les sources d’eau situées en dehors de la ville. Tous l’aidèrent et beaucoup de gens se rassemblèrent. Ils bouchèrent toutes les sources, y compris celle dont l’eau s’écoulait par un canal souterrain[b]. «Pourquoi, disaient-ils, les rois d’Assyrie trouveraient-ils à leur arrivée de l’eau en abondance?» Ensuite, Ezéchias se mit courageusement à reconstruire toute la muraille de la ville là où elle avait des brèches et il suréleva les tours. Il la doubla d’une seconde muraille à l’extérieur, renforça les terrasses aménagées pour les cultures dans la cité de David. Il fit aussi fabriquer une grande quantité d’armes et de boucliers. Enfin, il établit des chefs militaires sur l’armée, puis il les rassembla autour de lui sur la place près de la porte de la ville pour les encourager. Il leur dit: Soyez forts et prenez courage! Soyez sans crainte, ne vous laissez pas effrayer par le roi d’Assyrie et les troupes nombreuses qui l’accompagnent; car nous avons avec nous quelqu’un de plus puissant que lui. Ce roi n’a avec lui qu’une force humaine, mais nous, nous avons avec nous l’Eternel notre Dieu. Il viendra à notre secours et il combattra pour nous.

Alors toute la population fit confiance aux paroles d’Ezéchias, roi de Juda.

Le défi

Après cela, Sennachérib, roi d’Assyrie, envoya une délégation à Jérusalem vers Ezéchias, roi de Juda, et vers tous ceux de Juda qui étaient dans Jérusalem pendant qu’il était lui-même devant Lakish avec toutes ses forces. Il leur fit dire[c]: 10 Voici ce que déclare Sennachérib, roi d’Assyrie: En quoi placez-vous votre confiance, pour que vous restiez ainsi enfermés dans la forteresse de Jérusalem? 11 Ne voyez-vous pas qu’Ezéchias vous trompe pour vous faire mourir de faim et de soif quand il dit: «L’Eternel, notre Dieu, nous délivrera du roi d’Assyrie?» 12 N’est-ce pas précisément ce Dieu dont Ezéchias a fait disparaître les hauts lieux et les autels, en disant aux habitants de Juda et de Jérusalem de rendre leur culte uniquement devant un seul autel et d’y brûler des parfums? 13 Ne savez-vous pas ce que nous avons fait, moi et mes ancêtres, à tous les peuples des autres pays? Leurs dieux ont-ils pu délivrer leur pays de mon emprise? 14 De tous les dieux de ces peuples exterminés par mes ancêtres, quels sont ceux qui ont délivré leur peuple pour que votre Dieu soit capable de vous délivrer? 15 Maintenant, ne vous laissez donc pas tromper par Ezéchias et qu’il ne vous abuse pas de cette manière! Ne vous fiez pas à lui! Car aucun dieu d’aucun peuple ni d’aucun royaume n’a pu délivrer son peuple de moi-même, ou de mes ancêtres. Et vos dieux ne vous délivreront pas davantage de mon emprise!

16 Les envoyés de Sennachérib continuèrent à parler contre l’Eternel Dieu et contre Ezéchias son serviteur. 17 Sennachérib avait aussi écrit des lettres outrageantes pour l’Eternel, le Dieu d’Israël, dans lesquelles il le prenait à partie disant: Pas plus que les dieux des autres pays n’ont délivré leur peuple de mon emprise, le Dieu d’Ezéchias ne délivrera son peuple de mon emprise.

18 Les envoyés crièrent d’une voix forte en hébreu, à l’adresse des habitants de Jérusalem qui étaient sur la muraille, afin de les effrayer et de les terroriser pour pouvoir s’emparer de la ville. 19 Ils parlèrent du Dieu de Jérusalem comme s’il s’agissait d’un dieu des peuples païens, simple ouvrage fabriqué par des hommes.

Dieu répond aux prières

20 Le roi Ezéchias et le prophète Esaïe, fils d’Amots, se mirent à prier à ce sujet, et ils crièrent vers le ciel pour implorer du secours[d]. 21 Alors l’Eternel envoya un ange qui extermina dans le camp du roi d’Assyrie tous les guerriers valeureux, y compris les généraux et les officiers, si bien que le roi retourna dans son pays tout confus. Un jour, il pénétra dans le temple de son dieu, et ses propres fils l’y assassinèrent d’un coup d’épée.

22 C’est ainsi que l’Eternel délivra Ezéchias et les habitants de Jérusalem de Sennachérib, roi d’Assyrie, et de tout autre ennemi. Il leur accorda la paix sur toutes leurs frontières[e]. 23 Nombreux furent ceux qui apportèrent alors à Jérusalem une offrande à l’Eternel et de riches présents pour Ezéchias, roi de Juda. A la suite de ces événements, il acquit un grand prestige aux yeux de tous les autres peuples.

La fin du règne d’Ezéchias

24 A cette époque Ezéchias tomba très gravement malade. Il pria l’Eternel qui lui donna un signe prodigieux[f]. 25 Mais Ezéchias ne se conduisit pas ensuite d’une manière qui marque sa reconnaissance pour cela; au contraire, il devint orgueilleux et attira la colère de l’Eternel sur lui, sur Juda et sur Jérusalem. 26 Alors Ezéchias s’humilia de son orgueil et les habitants de Jérusalem firent de même, de sorte que l’Eternel ne fit pas éclater sa colère contre eux du vivant d’Ezéchias.

27 Ezéchias fut grandement comblé de richesses et de gloire. Il se constitua des réserves d’argent, d’or, de pierres précieuses, de parfums et d’aromates, de boucliers[g] et de toutes sortes d’objets précieux. 28 Il fit bâtir des entrepôts pour engranger les récoltes de blé, de vin nouveau et d’huile. Il construisit des étables pour toutes sortes d’animaux domestiques et aménagea des enclos pour ses troupeaux. 29 Il édifia des villes et eut des troupeaux nombreux de petit et de gros bétail, car Dieu lui avait donné d’immenses richesses. 30 Ce fut aussi lui, Ezéchias, qui fit obturer l’issue supérieure des eaux de la source de Guihôn et les canalisa plus bas vers l’ouest de la cité de David. Ainsi, Ezéchias réussit dans toutes ses entreprises.

31 Cependant, lors de la visite des ambassadeurs des dirigeants babyloniens envoyés pour s’informer sur le prodige qui avait eu lieu dans le pays, Dieu l’abandonna à lui-même pour le mettre à l’épreuve et savoir ce qui était réellement au fond de son cœur.

32 Les autres faits et gestes d’Ezéchias, et ses actes de piété sont cités dans la révélation du prophète Esaïe[h], fils d’Amots, et dans le livre des rois de Juda et d’Israël[i].

33 Ezéchias rejoignit ses ancêtres décédés, et on l’enterra dans la partie supérieure des tombeaux des descendants de David. Tout Juda et les habitants de Jérusalem lui rendirent les derniers honneurs. Son fils Manassé lui succéda sur le trône.

Footnotes

  1. 32.1 Autre traduction: avec l’intention de s’en emparer.
  2. 32.4 Primitivement, les eaux de la source de Guihôn s’écoulaient vers le Cédron. Pour empêcher les assiégeants de trouver de l’eau pour leurs besoins, Ezéchias fit obstruer l’écoulement extérieur et capta les eaux pour les amener par un canal souterrain à l’intérieur de la ville où elles ravitaillaient les assiégés en eau potable (voir 2 R 20.20).
  3. 32.9 Voir v. 9-19: parallèles à Es 36.2-20.
  4. 32.20 Voir v. 20-21: parallèles à Es 37.36-38.
  5. 32.22 D’après l’ancienne version grecque et la Vulgate; le texte hébreu traditionnel a: il les conduisit ou il prit soin d’eux.
  6. 32.24 Miracle raconté en 2 R 20.1-11 que le Chroniste suppose connu de ses lecteurs. Voir v. 24-33: parallèles à Es 38.1-8; 39.1-8.
  7. 32.27 Sans doute des boucliers décoratifs, peut-être en or (voir 1 R 10.16-17).
  8. 32.32 Voir Es 36 à 39.
  9. 32.32 Voir 16.11 et note.