Psalm 118:17-29

Ich werde nicht sterben, sondern am Leben bleiben
    und erzählen, was der Herr getan hat!
Er hat mich hart bestraft,
    doch er ließ nicht zu, dass ich umkam.

Ich rufe: »Öffnet mir die Tore des Tempels[a]!
    Ich will durch sie einziehen und dem Herrn danken.«
Von einem Priester kommt die Antwort:
»Hier ist das Tor zur Wohnung des Herrn!
    Wer Gott die Treue hält, der darf hereinkommen!«

Ich danke dir, Herr, denn du hast mich erhört!
    Du selbst hast mich gerettet.
Der Stein, den die Bauleute wegwarfen,
weil sie ihn für unbrauchbar hielten,
    ist zum Grundstein des ganzen Hauses geworden!
Was keiner für möglich gehalten hat,
    das tut der Herr vor unseren Augen!
Diesen Freudentag hat er gemacht,
    lasst uns fröhlich sein und jubeln!
O Herr, hilf uns doch!
    Gib uns Gelingen!

Ein Priester ruft aus dem Tempel:
»Gepriesen sei, der im Auftrag des Herrn kommt!
    Hier in Gottes Haus segnen wir euch.
Der Herr allein ist Gott, er sieht uns freundlich an.
    Mit Zweigen in euren Händen
    beginnt den festlichen Reigen um den Altar![b]«

Du bist mein Gott, dir will ich danken.
    Mein Gott, dich allein will ich ehren!
Preist den Herrn, denn er ist gut,
    und seine Gnade hört niemals auf!


Footnotes
  1. 118,19 Wörtlich: die Tore der Gerechtigkeit.
  2. 118,27 Oder: Bindet das Festopfer mit Stricken bis an die Hörner des Altars! – Der hebräische Text ist nicht sicher zu deuten.

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