Japanese Living Bible

オバデヤ書

オバデヤの幻

神である主は幻によって、これからエドムの地に起こることをオバデヤに示しました。

オバデヤは言いました。

「主から知らせがあった。
神は国々に使者を遣わして、
次のようにお命じになったと。
『よく聞け。軍を動員し、エドムを滅ぼすのだ。』
エドムよ。わたしはおまえを国々の中で小さい者とし、
さげすまれる者としよう。
おまえは人が寄りつけないような高い断崖に住んで、
高慢になっている。
『だれも、ここまで登って来られまい』と誇っている。
思い違いをしてはならない。
おまえが鷲のように高く舞い上がり、
星の間に巣を設けても、
わたしはおまえを引きずり降ろす」
と主は言います。

「夜中にどろぼうが来るほうが、はるかにましだ。
根こそぎ持って行きはしないから。
あるいは、ぶどう畑の実を全部盗まれるほうがましだ。
少なくとも落ちた実は残るだろうから。
だがおまえは、隅から隅まで家捜しされ、奪われる。
宝はすべて見つけ出され、持ち去られる。
同盟国はみな敵に回り、
この地からおまえを追い出そうとする。
平和を約束しながら、滅ぼすことを企んでいる。
信頼する友が罠をしかけ、
反撃はことごとく失敗する。
その日、エドム中を捜しても、
賢い者など残っていない」
と主は言う。
「わたしがエドムの賢者たちを愚かにするからだ。
テマンの最も強力な兵士もあわてふためき、
虐殺者を防げなくなる。
10 どうして、そんな目に会うのだろうか。
それは兄弟イスラエルにしたことへの報いだ。
今、おまえの罪は白日のもとにさらされる。
何の抵抗もできず、さんざん辱しめられ、
永遠に切り捨てられる。
11 イスラエルが困っていた時、見捨てたからだ。
イスラエルに侵入した者が財宝を持ち去り、
くじでエルサレムを分け合っていても、
知らん顔をして、指一本動かそうとしなかった。
まるで敵のようだった。
12 おまえは、そうすべきではなかった。
侵入者がイスラエルを遠い異国へ連れ去るのを見て、
ほくそ笑むべきではなかった。
彼らの不幸を喜ぶべきではなかった。
彼らが困っている時にあざけるべきでなかった。
13 そればかりか、災いにつけ込んで、
イスラエルの地に入り、略奪した。
彼らを犠牲にして豊かになったのだ。
14 おまえは十字路に立って、逃げようとする者を殺した。
彼らが恐ろしい窮地に立たされた日に、
生き延びた者を捕らえ、敵の手に渡した。

15 主はすぐにすべての国に復讐する。
イスラエルにしたとおりのことが、
おまえの身に起こる。
人にしたとおりのことが自分に返ってくる。
16 わたしの聖なる山で、
おまえたちはわたしの罰の杯を飲んだ。
回りの国々も飲むことになる。
そうだ、飲んで、よろめきながらあとずさりし、
歴史から姿を消す。
そのような国々は、もう存在しなくなる。

17 しかし、エルサレムは避難所となり、逃げ道となる。
イスラエルは再びその地を占領する。
18 イスラエルは、
エドムの乾燥した平野に放たれた火となる。
そこには、だれも生き残らない。」
主が、そう語ったのです。
19 そして、ネゲブに住む私の民は
エドムの丘陵地を占有し、
ユダの低地に住む者はペリシテの平野を所有し、
エフライムやサマリヤの平野を取り戻します。
ベニヤミンの部族はギルアデを所有します。
20 捕囚のイスラエル人は帰って来て、
フェニキヤの海岸地帯を
遠く北のツァレファテまで占領します。
小アジヤに連れて行かれた者も故国に帰り、
ネゲブの辺境の村々を征服します。
21 救う者たちがエルサレムに来て、
エドムすべてを支配するからです。
そして、主が王となられるのです。

Hoffnung für Alle

Obadja

Obadja kündigt Gottes Gericht über Edom an (Kapitel 1)

Gottes Strafe trifft die Edomiter

In diesem Buch ist die Botschaft Obadjas aufgeschrieben, die ihm von Gott offenbart wurde.

Gott, der Herr, hat uns gezeigt, welches Urteil er über Edom gefällt hat. Er hat einen Boten zu den Völkern gesandt, der ihnen zuruft: »Kommt, wir führen Krieg gegen die Edomiter! Zieht in den Kampf!«

Und dies sagt Gott zu den Edomitern: »Ich mache euch zu einem kleinen und unbedeutenden Volk, das tief verachtet wird. Durch euren Stolz habt ihr euch selbst betrogen. In unzugänglichen Felsklüften[a] wohnt ihr, hoch oben im Gebirge, und meint: ›Von hier kann uns niemand hinunterstürzen!‹ Doch selbst wenn ihr euer Nest so hoch baut wie ein Adler, ja, selbst wenn ihr es zwischen die Sterne am Himmel setzt, stoße ich euch hinab in die Tiefe! Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort!

Wenn Diebe im Schutz der Nacht einbrechen, nehmen sie nur mit, so viel sie tragen können. Wenn die Winzer den Weinberg abernten, lassen sie eine Nachlese übrig. Ihr aber werdet vollkommen vernichtet! Die Feinde werden euer ganzes Land ausplündern und jeden Schlupfwinkel aufspüren. Die Völker, mit denen ihr verbündet wart, jagen euch aus eurem Land, eure eigenen Freunde treiben ein falsches Spiel mit euch und fallen euch in den Rücken. Die vorher noch am selben Tisch mit euch saßen, stellen euch eine Falle und sagen: ›Die Edomiter merken es ja doch nicht!‹

Wenn jener Tag kommt, hat für euch klugen Leute im Bergland von Edom die letzte Stunde geschlagen. Dafür sorge ich, der Herr! Dann seid ihr mit eurer Weisheit am Ende! Eure mutigen Soldaten in der Festung Teman werden vor Angst zittern, denn auch der letzte Nachkomme von Esau wird ermordet.

10 Ihr Edomiter habt euer Brudervolk, die Nachkommen von Jakob, grausam misshandelt. Diese Schande lastet auf euch, und darum werdet ihr für immer vernichtet. 11 Als fremde Truppen durch die Tore von Jerusalem einmarschierten, als sie die Einwohner durch das Los unter sich verteilten und ihr Hab und Gut wegschleppten, da tatet ihr so, als ginge euch das gar nichts an. Ja, ihr habt sogar mit den Feinden gemeinsame Sache gemacht! 12 Ihr hättet damals nicht so schadenfroh das Unglück der Judäer mit ansehen dürfen! Warum habt ihr euch über ihr Leid lustig gemacht und gespottet, als sie in Not waren? 13 Es war ein Tag des Schreckens, ein Tag voller Tod und Verderben. Doch ihr seid auch noch in die eroberte Stadt eingedrungen und habt euch angesehen, wie die Menschen dort litten! Den letzten Besitz meines Volkes habt ihr an euch gerissen. 14 Und wenn einige von ihnen fliehen konnten, habt ihr ihnen heimtückisch an den Wegkreuzungen aufgelauert, um sie zu töten oder an ihre Verfolger auszuliefern! 15 Der Tag, an dem ich, der Herr, über alle Völker Gericht halte, steht schon vor der Tür. Dann ziehe ich auch euch Edomiter zur Rechenschaft. Man wird euch genau das antun, was ihr euren Brüdern aus Juda angetan habt!«

Das Volk Gottes findet Rettung!

16 »Ihr Einwohner von Jerusalem musstet auf meinem heiligen Berg aus dem Becher meines Zorns trinken. Genauso werden die anderen Völker daraus trinken, und sie werden ihn bis zur Neige leeren müssen. Nach ihrem Untergang wird nichts mehr an sie erinnern.

17 Aber auf dem Berg Zion findet man Rettung; er wird wieder ein heiliger Ort sein, an dem ich, der Herr, wohne! Die Nachkommen von Jakob werden das Land neu in Besitz nehmen. 18 Wie loderndes Feuer Stroh verzehrt, so werden die Judäer und Israeliten[b] die Edomiter vernichten. Keiner von Esaus Nachkommen wird mit dem Leben davonkommen. So habe ich, der Herr, es beschlossen!

19 Die Judäer aus der Steppe im Süden werden das edomitische Bergland erobern, die aus dem westlichen Hügelland das Gebiet der Philister und die übrigen das Gebiet von Ephraim und die Gegend um Samaria. Der Stamm Benjamin nimmt das Bergland von Gilead in Besitz. 20 Den Verschleppten aus dem Reich Israel wird das Land der Kanaaniter bis nach Zarpat im Norden gehören, während die Einwohner von Jerusalem, die nach Sefarad verbannt wurden, die Städte im Süden Judas einnehmen werden. 21 Befreier[c] werden nach Jerusalem auf den Berg Zion kommen und über das Bergland der Edomiter herrschen. Ich, der Herr, aber werde König sein!«

Notas al pie

  1. 1,3 Das hebräische Wort für Fels (»Sela«) ist zugleich der Name von Edoms Hauptstadt, die schwer zugänglich im Gebirge lag.
  2. 1,18 Wörtlich: das Haus Jakob und das Haus Josef.
  3. 1,21 Oder nach der griechischen Übersetzung: Die Befreiten.