Hoffnung für Alle

Sprüche 1:1-33

Salomos Worte über Weisheit, Torheit und Untreue

(Kapitel 1–9)

Der Wert dieses Buches

1In diesem Buch sind die Sprüche Salomos aufgeschrieben. Er war ein Sohn von David und herrschte als König über Israel.

2Wenn du seine Worte beachtest, wirst du Weisheit erlangen und zu einem verständigen Menschen heranreifen. Die Sprüche helfen dir, dein Leben sinnvoll zu gestalten, und machen dich fähig, gute Ratschläge zu erkennen und anzunehmen. 3Durch sie gewinnst du Einsicht; du lernst, aufrichtig und ehrlich zu sein und andere gerecht zu behandeln. 4Wer jung und unerfahren ist, wird urteilsfähig, er bekommt ein Gespür für gute Entscheidungen. 5Selbst wer schon über viel Wissen und Erfahrung verfügt, kann noch dazulernen. Neue Gedankenanstöße helfen ihm, 6die Aussprüche der weisen Lehrer zu verstehen und ihre verschlüsselten Worte und Bilder zu enträtseln.

7Alle Erkenntnis beginnt damit, dass man Ehrfurcht vor dem Herrn hat. Nur ein Dummkopf lehnt Weisheit ab und will sich nicht erziehen lassen.

Gib dich nicht mit gewissenlosen Menschen ab!

8Mein Sohn,1,8 »Mein Sohn« kann hier wörtlich verstanden werden oder die Anrede eines Weisheitslehrers an seinen Schüler sein. So auch an den folgenden Stellen des Buches. hör auf deinen Vater und deine Mutter und schlag ihre Ermahnungen nicht in den Wind! 9Denn was du durch ihre Erziehung lernst, verleiht dir Würde und Anerkennung, ja, es schmückt dich wie eine schöne Halskette oder ein prächtiger Kranz.

10Wenn gottlose Leute dich beschwatzen, dann hör nicht auf sie! 11Sie wollen dich überreden und sagen: »Komm, wir legen uns auf die Lauer! Sobald jemand vorbeikommt, schlagen wir zu und bringen ihn einfach so um! 12Wir befördern sie alle ins Jenseits – so als hätte sie der Erdboden bei lebendigem Leib verschluckt! 13Denk an die Beute, die uns winkt, damit füllen wir unsere Häuser bis unters Dach! 14Mach doch mit, dann teilen wir alles unter uns auf!«

15Mein Sohn, geh nicht mit ihnen, gib dich mit solchen Leuten nicht ab! 16Denn sie haben nur Böses im Sinn und zögern nicht, Blut zu vergießen. 17Es ist sinnlos, ein Fangnetz vor den Augen der Vögel auszubreiten – sie fliegen davon. 18Ganz anders diese Verbrecher: Sie stellen sich selbst eine Falle und rennen auch noch hinein, ja, sie verspielen ihr eigenes Leben! 19So geht es jedem, der darauf aus ist, sich an fremdem Hab und Gut zu bereichern: Es wird ihn das Leben kosten.

Die Weisheit ruft

20Hört! Die Weisheit ruft laut auf den Straßen, auf den Marktplätzen erhebt sie ihre Stimme. 21Im Lärm der Stadt macht sie sich bemerkbar und ruft allen Menschen zu:

22»Ihr Unverständigen! Wann kommt ihr endlich zur Vernunft?

Wie lange noch wollt ihr spötteln

und euch mit einem Lächeln über alles hinwegsetzen?

Ist euch jede Einsicht verhasst?

23Hört, was ich euch sagen will!

Dann überschütte ich euch mit dem Reichtum meiner Weisheit1,23 Wörtlich: Dann lasse ich euch meinen Geist sprudeln.

und teile mit euch meine Lebenserfahrung.

24Schon oft rief ich euch und bot meine Hilfe an,

aber niemand hat je gehört.

25Jeden Rat verachtet ihr,

über meine Weisungen rümpft ihr nur die Nase.

26Aber eines Tages bricht das Unheil über euch herein,

dann lache ich euch aus und spotte über euer Elend.

27Wie ein Gewitter wird es euch überfallen,

wie ein Sturm, der Angst und Schrecken mit sich bringt.

28Dann werdet ihr um Hilfe schreien,

ich aber antworte nicht.

Ihr werdet mich überall suchen,

aber ich lasse mich nicht mehr finden.

29Denn euch ist alle Erkenntnis zuwider,

ihr wollt dem Herrn nicht mit Ehrfurcht begegnen.

30Jeden Rat und jede Ermahnung von mir weist ihr zurück –

31dann tragt auch die Folgen eures Handelns,

bis ihr genug davon habt!

32Schon viele Unerfahrene fanden ein schlimmes Ende,

weil sie mich verachteten,

und viele Dummköpfe täuschten sich selbst durch ihre Sorglosigkeit.

33Wer aber auf mich hört, lebt ruhig und sicher,

vor keinem Unglück braucht er sich zu fürchten.«

New International Version

Proverbs 1:1-33

Purpose and Theme

1The proverbs of Solomon son of David, king of Israel:

2for gaining wisdom and instruction;

for understanding words of insight;

3for receiving instruction in prudent behavior,

doing what is right and just and fair;

4for giving prudence to those who are simple,1:4 The Hebrew word rendered simple in Proverbs denotes a person who is gullible, without moral direction and inclined to evil.

knowledge and discretion to the young—

5let the wise listen and add to their learning,

and let the discerning get guidance—

6for understanding proverbs and parables,

the sayings and riddles of the wise.1:6 Or understanding a proverb, namely, a parable, / and the sayings of the wise, their riddles

7The fear of the Lord is the beginning of knowledge,

but fools1:7 The Hebrew words rendered fool in Proverbs, and often elsewhere in the Old Testament, denote a person who is morally deficient. despise wisdom and instruction.

Prologue: Exhortations to Embrace Wisdom

Warning Against the Invitation of Sinful Men

8Listen, my son, to your father’s instruction

and do not forsake your mother’s teaching.

9They are a garland to grace your head

and a chain to adorn your neck.

10My son, if sinful men entice you,

do not give in to them.

11If they say, “Come along with us;

let’s lie in wait for innocent blood,

let’s ambush some harmless soul;

12let’s swallow them alive, like the grave,

and whole, like those who go down to the pit;

13we will get all sorts of valuable things

and fill our houses with plunder;

14cast lots with us;

we will all share the loot”—

15my son, do not go along with them,

do not set foot on their paths;

16for their feet rush into evil,

they are swift to shed blood.

17How useless to spread a net

where every bird can see it!

18These men lie in wait for their own blood;

they ambush only themselves!

19Such are the paths of all who go after ill-gotten gain;

it takes away the life of those who get it.

Wisdom’s Rebuke

20Out in the open wisdom calls aloud,

she raises her voice in the public square;

21on top of the wall1:21 Septuagint; Hebrew / at noisy street corners she cries out,

at the city gate she makes her speech:

22“How long will you who are simple love your simple ways?

How long will mockers delight in mockery

and fools hate knowledge?

23Repent at my rebuke!

Then I will pour out my thoughts to you,

I will make known to you my teachings.

24But since you refuse to listen when I call

and no one pays attention when I stretch out my hand,

25since you disregard all my advice

and do not accept my rebuke,

26I in turn will laugh when disaster strikes you;

I will mock when calamity overtakes you—

27when calamity overtakes you like a storm,

when disaster sweeps over you like a whirlwind,

when distress and trouble overwhelm you.

28“Then they will call to me but I will not answer;

they will look for me but will not find me,

29since they hated knowledge

and did not choose to fear the Lord.

30Since they would not accept my advice

and spurned my rebuke,

31they will eat the fruit of their ways

and be filled with the fruit of their schemes.

32For the waywardness of the simple will kill them,

and the complacency of fools will destroy them;

33but whoever listens to me will live in safety

and be at ease, without fear of harm.”