Hoffnung für Alle

Psalm 44

Herr, hast du uns vergessen?

1Von den Nachkommen Korachs, zum Nachdenken.

Gott, mit unseren eigenen Ohren haben wir’s gehört;
unsere Väter haben uns davon erzählt,
    was für große Taten du zu ihrer Zeit vollbracht hast –
    doch das liegt schon lange zurück!
Du selbst hast fremde Völker aus dem Land vertrieben
    und es zur Heimat unserer Vorfahren gemacht.
Die Völker, die dort wohnten, hast du zerschlagen,
    damit unser Volk aufblühen und sich entfalten konnte.
Unsere Vorväter haben das Land in Besitz genommen.
Aber nicht ihre Schwerter,
    nicht ihre eigene Kraft verhalf ihnen zum Sieg.
Nein, du hast machtvoll eingegriffen und für sie gekämpft.
Du hast sie durch deine Gegenwart gestärkt,
    denn du hattest sie lieb.
Du bist mein Gott und mein König.
    Auf deinen Befehl erringt Israel den Sieg.[a]
Mit deiner Hilfe unterwerfen wir die Feinde;
    in deinem Namen bezwingen wir die Gegner.
Ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen,
    mein Schwert garantiert mir nicht den Sieg.
Du allein befreist uns aus der Gewalt unserer Feinde;
    du lässt alle scheitern, die uns mit ihrem Hass verfolgen.
Wir sind stolz auf unseren Gott.
    Darum hören wir nicht auf, dir zu danken, Herr.

10 Und dennoch hast du uns jetzt verstoßen:
Mit einer Niederlage hast du Schande über uns gebracht.
    Als unsere Truppen zum Kampf ausrückten, zogst du nicht mit.
11 Du sorgtest dafür, dass unsere Feinde uns in die Flucht schlugen –
    ohne jeden Widerstand plünderten sie uns in ihrem Hass aus.
12 Du selbst hast uns ans Messer geliefert;
sie haben uns abgeschlachtet wie Schafe.
    Wer mit dem Leben davonkam, wurde unter fremde Völker zerstreut.
13 Du hast dein Volk zu einem Spottpreis verkauft,
    und was hast du nun davon? Nichts!
14 Du lässt unsere Nachbarvölker uns verhöhnen,
    nur noch Verachtung haben sie für uns übrig.
15 Unter den fremden Völkern ist unsere Niederlage schon sprichwörtlich,
    sie schütteln den Kopf über uns.
16 Täglich habe ich meine Schande vor Augen.
    Die Schamröte steigt mir ins Gesicht,
17 wenn ich höre, wie uns die Feinde demütigen,
    ja, wie diese Rachgierigen über uns lästern.

18 Das Unglück ist über uns gekommen,
    obwohl wir dich nicht vergessen haben,
    nie haben wir deinen Bund mit uns gebrochen!
19 Niemals sind wir dir untreu geworden,
    auch deine Gebote haben wir befolgt.
20 Und doch hast du uns zerschlagen, wie Schakale hausen wir in Ruinen,
    in tiefer Dunkelheit hältst du uns gefangen.
21 Hätten wir dich, unseren Gott, vergessen
    und fremde Götter angebetet,
22 dann hättest du es ja sofort bemerkt.
    Denn du kennst unsere geheimsten Gedanken!
23 Aber unser Unglück hat einen anderen Grund:
Weil wir zu dir gehören,
    werden wir überall verfolgt und getötet –
    wie Schafe, die zum Schlachten bestimmt sind!

24 Wach auf, Herr! Warum schläfst du?
    Wach auf und verstoße uns nicht für immer!
25 Warum verbirgst du dich vor uns?
    Hast du unsere Not und unser Elend vergessen?
26 Die Schande drückt uns zu Boden,
    besiegt liegen wir im Staub.
27 Greif ein und komm uns zu Hilfe!
    Erlöse uns, weil du uns doch liebst!

Notas al pie

  1. 44,5 Oder: Gib doch den Befehl zu Israels Rettung!

The Message

Psalm 44

A Psalm of the Sons of Korah

11-3 We’ve been hearing about this, God,
    all our lives.
Our fathers told us the stories
    their fathers told them,
How single-handedly you weeded out the godless
    from the fields and planted us,
How you sent those people packing
    but gave us a fresh start.
We didn’t fight for this land;
    we didn’t work for it—it was a gift!
You gave it, smiling as you gave it,
    delighting as you gave it.

4-8 You’re my King, O God—
    command victories for Jacob!
With your help we’ll wipe out our enemies,
    in your name we’ll stomp them to dust.
I don’t trust in weapons;
    my sword won’t save me—
But it’s you, you who saved us from the enemy;
    you made those who hate us lose face.
All day we parade God’s praise—
    we thank you by name over and over.

9-12 But now you’ve walked off and left us,
    you’ve disgraced us and won’t fight for us.
You made us turn tail and run;
    those who hate us have cleaned us out.
You delivered us as sheep to the butcher,
    you scattered us to the four winds.
You sold your people at a discount—
    you made nothing on the sale.

13-16 You made people on the street,
    urchins, poke fun and call us names.
You made us a joke among the godless,
    a cheap joke among the rabble.
Every day I’m up against it,
    my nose rubbed in my shame—
Gossip and ridicule fill the air,
    people out to get me crowd the street.

17-19 All this came down on us,
    and we’ve done nothing to deserve it.
We never betrayed your Covenant: our hearts
    were never false, our feet never left your path.
Do we deserve torture in a den of jackals?
    or lockup in a black hole?

20-22 If we had forgotten to pray to our God
    or made fools of ourselves with store-bought gods,
Wouldn’t God have figured this out?
    We can’t hide things from him.
No, you decided to make us martyrs,
    lambs assigned for sacrifice each day.

23-26 Get up, God! Are you going to sleep all day?
    Wake up! Don’t you care what happens to us?
Why do you bury your face in the pillow?
    Why pretend things are just fine with us?
And here we are—flat on our faces in the dirt,
    held down with a boot on our necks.
Get up and come to our rescue.
    If you love us so much, Help us!