Hoffnung für Alle

Joel 1

Joel kündigt den Gerichtstag des Herrn an (Kapitel 1–4)

Heuschrecken, die Vorboten von Gottes Strafgericht

1In diesem Buch ist die Botschaft aufgeschrieben, die Joel, der Sohn Petuëls, vom Herrn empfing.

Hört zu, ihr Anführer des Volkes, passt gut auf, ihr Bewohner dieses Landes! Hat sich jemals so etwas Schreckliches zu euren Lebzeiten oder zur Zeit eurer Vorfahren ereignet? Erzählt euren Kindern davon, damit sie es ihren eigenen Kindern weitersagen, und diese sollen den folgenden Generationen darüber berichten: Riesige Heuschreckenschwärme sind über unser Land hergefallen und haben alles kahl gefressen. Was die einen übrig ließen, haben die anderen vertilgt.[a]

Kommt endlich zu euch, ihr Betrunkenen! Jammert und weint, ihr fröhlichen Zecher, denn mit dem Weintrinken ist es nun vorbei! Ein ganzes Heer von Heuschrecken hat sich in Israel breitgemacht, sie sind mächtig und nicht zu zählen. Sie haben Zähne wie Löwen und sind genauso gefräßig! Nun sind unsere Weinstöcke kahl und die Feigenbäume abgestorben. Die Heuschrecken haben die Rinde abgenagt bis auf das nackte, weiße Holz.

Weint und klagt wie eine junge Frau, die um ihren Bräutigam Trauer trägt! 9/10 Die Felder sind eine trostlose Wüste, der Boden ist ausgetrocknet. Es gibt kein Getreide, keinen Most und kein Öl mehr, darum können im Tempel keine Speise- und Trankopfer dargebracht werden. Trauer erfüllt die Priester, die Diener des Herrn.

11 Seid entsetzt, ihr Bauern! Klagt und weint, ihr Winzer! Ihr könnt keinen Weizen und keine Gerste mehr ernten. 12 Die Weinstöcke und Feigenbäume sind nur noch kahles Gestrüpp; Dattelpalmen, Apfel- und Granatapfelbäume sind verdorrt und vertrocknet, genauso wie alle wild wachsenden Bäume im Land. Mit ihnen ist auch alle Freude der Menschen dahin.

13 Legt Trauergewänder an, ihr Priester Gottes! Jammert und klagt, die ihr den Dienst am Altar verrichtet! Zieht auch in der Nacht die Trauerkleidung nicht aus, denn am Tempel gibt es nichts zu opfern, keine Speise- und keine Trankopfer mehr. 14 Ruft die Menschen zum Fasten auf! Sie sollen sich alle zum Gottesdienst versammeln! Die führenden Männer und das ganze Volk sollen zum Tempel des Herrn, eures Gottes, kommen und laut zu ihm um Hilfe schreien!

15 Ein Tag des Schreckens wartet auf uns! Denn jetzt naht der Gerichtstag des Herrn! Der Allmächtige kommt, um uns ins Verderben zu stürzen. 16 Wir haben nichts mehr zu essen, vor unseren Augen wurde die Ernte vernichtet. Nun herrschen auch im Haus unseres Gottes kein Jubel und keine Freude mehr. 17 Die Saatkörner liegen ausgedörrt in der Erde, die Vorratsspeicher stehen leer, die Scheunen verfallen, weil alles Korn vertrocknet ist. 18 Das Vieh schreit nach Futter, die Rinder irren umher, denn sie können keine Weide mehr finden; auch die Schafe gehen elend zugrunde.

19 Zu dir, Herr, rufe ich! Ein Feuer hat das Gras verzehrt und die Bäume versengt. 20 Die Tiere in der Steppe lechzen nach Wasser, sie schreien zu dir um Hilfe! Die Bäche sind versiegt und die Weideplätze verbrannt.

Notas al pie

  1. 1,4 Der hebräische Text verwendet in diesem Vers vier verschiedene Begriffe für Heuschrecken, die nicht sicher zu deuten sind. So auch in Kapitel 2,25.

The Message

Joel 1

Get in Touch with Reality—and Weep!

11-3 God’s Message to Joel son of Pethuel:

Attention, elder statesmen! Listen closely,
    everyone, whoever and wherever you are!
Have you ever heard of anything like this?
    Has anything like this ever happened before—ever?
Make sure you tell your children,
    and your children tell their children,
And their children their children.
    Don’t let this message die out.

What the chewing locust left,
    the gobbling locust ate;
What the gobbling locust left,
    the munching locust ate;
What the munching locust left,
    the chomping locust ate.

5-7 Sober up, you drunks!
    Get in touch with reality—and weep!
Your supply of booze is cut off.
    You’re on the wagon, like it or not.
My country’s being invaded
    by an army invincible, past numbering,
Teeth like those of a lion,
    fangs like those of a tiger.
It has ruined my vineyards,
    stripped my orchards,
And clear-cut the country.
    The landscape’s a moonscape.

8-10 Weep like a young virgin dressed in black,
    mourning the loss of her fiancé.
Without grain and grapes,
    worship has been brought to a standstill
    in the Sanctuary of God.
The priests are at a loss.
    God’s ministers don’t know what to do.
The fields are sterile.
    The very ground grieves.
The wheat fields are lifeless,
    vineyards dried up, olive oil gone.

11-12 Dirt farmers, despair!
    Grape growers, wring your hands!
Lament the loss of wheat and barley.
    All crops have failed.
Vineyards dried up,
    fig trees withered,
Pomegranates, date palms, and apple trees—
    deadwood everywhere!
And joy is dried up and withered
    in the hearts of the people.

Nothing’s Going On in the Place of Worship

13-14 And also you priests,
    put on your robes and join the outcry.
You who lead people in worship,
    lead them in lament.
Spend the night dressed in gunnysacks,
    you servants of my God.
Nothing’s going on in the place of worship,
    no offerings, no prayers—nothing.
Declare a holy fast, call a special meeting,
    get the leaders together,
Round up everyone in the country.
    Get them into God’s Sanctuary for serious prayer to God.

15-18 What a day! Doomsday!
    God’s Judgment Day has come.
The Strong God has arrived.
    This is serious business!
Food is just a memory at our tables,
    as are joy and singing from God’s Sanctuary.
The seeds in the field are dead,
    barns deserted,
Grain silos abandoned.
    Who needs them? The crops have failed!
The farm animals groan—oh, how they groan!
    The cattle mill around.
There’s nothing for them to eat.
    Not even the sheep find anything.

19-20 God! I pray, I cry out to you!
    The fields are burning up,
The country is a dust bowl,
    forest and prairie fires rage unchecked.
Wild animals, dying of thirst,
    look to you for a drink.
Springs and streams are dried up.
    The whole country is burning up.