Hoffnung für Alle

Jesaja 38

Gott heilt den todkranken König (2. Könige 20,1‒11; 2. Chronik 32,24)

1In dieser Zeit wurde Hiskia todkrank. Der Prophet Jesaja, der Sohn von Amoz, besuchte ihn und sagte: »So spricht der Herr: Regle noch die letzten Dinge, denn du bist unheilbar krank und wirst bald sterben.«

Als Hiskia das hörte, drehte er sich zur Wand und betete: »Ach, Herr, denk doch daran, dass ich dir mein Leben lang treu geblieben bin und mit ganzer Hingabe getan habe, was dir gefällt.« Er fing laut an zu weinen.

4-5 Da sandte der Herr den Propheten noch einmal mit einer Botschaft zu Hiskia: »Hör, was der Herr, der Gott deines Vorfahren David, dir sagen lässt: Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Ich verlängere dein Leben um fünfzehn Jahre. Auch will ich dich und diese Stadt vor dem assyrischen König bewahren. Ich gebe dir ein Zeichen, an dem du erkennen wirst, dass ich mein Versprechen halte: Ich lasse den Schatten an den Treppenstufen, die dein Vater Ahas gebaut hat,[a] um zehn Stufen zurückgehen.« Da ging der Schatten zehn Stufen zurück.

Hiskia dankt Gott für seine Heilung

Dieses Gedicht schrieb König Hiskia von Juda, nachdem er wieder gesund geworden war:

10 »Ich dachte:

In den besten Jahren meines Lebens muss ich an der Schwelle des Todes stehen, mitten aus dem Leben werde ich herausgerissen.

11 Nie wieder darf ich dem Herrn begegnen hier unter den Lebenden, nie mehr Menschen auf dieser Erde sehen.

12 Mein Leben gleicht einem Nomadenzelt, das abgebrochen und weggetragen wird. Es ist wie ein Tuch, das zu Ende gewebt wurde. Du schneidest seine Fäden ab, mit denen es am Webstuhl hing. Tag und Nacht spüre ich, dass du meinem Leben ein Ende machst.

13 Bis zum Morgen schreie ich zu dir[b], aber du überfällst mich wie ein Löwe, der alle meine Knochen zermalmt. Tag und Nacht spüre ich, dass du meinem Leben ein Ende machst.

14 Meine Stimme ist dünn und schwach wie das Zwitschern einer Schwalbe, ich krächze wie ein Kranich, und mein Klagen klingt wie das Gurren einer Taube. Mit müden Augen starre ich nach oben; ich bin am Ende, Herr, komm mir doch zu Hilfe!

15 Was soll ich nun im Nachhinein noch sagen? Nur das: Er hat mir versprochen, mich zu heilen, und er hat es auch getan.[c] Nun kann ich den Rest meines Lebens gelassen verbringen. Doch nie will ich vergessen, welches bittere Leid ich erlitten habe.

16 O Herr, von deinen Worten und Taten lebe ich, sie geben mir alles, was ich brauche. Du hast mich wieder gesund gemacht und mir von neuem das Leben geschenkt.

17 Ja, mein bitteres Leid musste der Freude weichen. In deiner Liebe hast du mich vor Tod und Grab bewahrt. Du hast alle meine Sünden weit hinter dich geworfen.

18 Denn in der Unterwelt dankt dir niemand, kein Toter preist dich mit Liedern. Die Leichen in den Gräbern hoffen nicht mehr auf deine Treue.

19 Aber die Lebenden, sie danken dir, so wie ich dich heute lobe und dir danke. Die Väter erzählen ihren Kindern, dass du treu bist und deine Versprechen hältst.

20 Herr, du hast mich gerettet, darum wollen wir dich preisen unser Leben lang, dich loben in deinem Tempel mit Musik und Liedern.«

Ein Nachtrag (2. Könige 20,7‒8)

21 Als Jesaja den todkranken König besuchte, ordnete er an, man solle einen Umschlag aus gepressten Feigen auf Hiskias Geschwür legen, damit er bald wieder gesund werde. 22 Hiskia aber wollte von Jesaja wissen: »Woran kann ich erkennen, dass ich geheilt werde und wieder zum Tempel gehen kann, um den Herrn anzubeten?«[d]

Notas al pie

  1. 38,8 Möglicherweise handelt es sich hierbei auch um eine Sonnenuhr von König Ahas.
  2. 38,13 Oder: versuche ich ruhig zu bleiben. – Der hebräische Text ist nicht sicher zu deuten.
  3. 38,15 Wörtlich: Was soll ich sagen, nachdem er zu mir gesprochen und es ausgeführt hat? – Andere beziehen den Vers nicht auf eine bereits erfolgte Heilung von Hiskia, sondern auf die Ankündigung und den Ausbruch seiner Krankheit. Vgl. Vers 1.
  4. 38,22 Dem Zusammenhang nach gehören die Verse 21‒22 zwischen Vers 6 und 7. Vgl. 2. Könige 20,6‒9.

New Living Translation

Isaiah 38

Hezekiah’s Sickness and Recovery

1About that time Hezekiah became deathly ill, and the prophet Isaiah son of Amoz went to visit him. He gave the king this message: “This is what the Lord says: ‘Set your affairs in order, for you are going to die. You will not recover from this illness.’”

When Hezekiah heard this, he turned his face to the wall and prayed to the Lord, “Remember, O Lord, how I have always been faithful to you and have served you single-mindedly, always doing what pleases you.” Then he broke down and wept bitterly.

Then this message came to Isaiah from the Lord: “Go back to Hezekiah and tell him, ‘This is what the Lord, the God of your ancestor David, says: I have heard your prayer and seen your tears. I will add fifteen years to your life, and I will rescue you and this city from the king of Assyria. Yes, I will defend this city.

“‘And this is the sign from the Lord to prove that he will do as he promised: I will cause the sun’s shadow to move ten steps backward on the sundial[a] of Ahaz!’” So the shadow on the sundial moved backward ten steps.

Hezekiah’s Poem of Praise

When King Hezekiah was well again, he wrote this poem:

10 I said, “In the prime of my life,
    must I now enter the place of the dead?[b]
    Am I to be robbed of the rest of my years?”
11 I said, “Never again will I see the Lord God
    while still in the land of the living.
Never again will I see my friends
    or be with those who live in this world.
12 My life has been blown away
    like a shepherd’s tent in a storm.
It has been cut short,
    as when a weaver cuts cloth from a loom.
    Suddenly, my life was over.
13 I waited patiently all night,
    but I was torn apart as though by lions.
    Suddenly, my life was over.
14 Delirious, I chattered like a swallow or a crane,
    and then I moaned like a mourning dove.
My eyes grew tired of looking to heaven for help.
    I am in trouble, Lord. Help me!”

15 But what could I say?
    For he himself sent this sickness.
Now I will walk humbly throughout my years
    because of this anguish I have felt.
16 Lord, your discipline is good,
    for it leads to life and health.
You restore my health
    and allow me to live!
17 Yes, this anguish was good for me,
    for you have rescued me from death
    and forgiven all my sins.
18 For the dead[c] cannot praise you;
    they cannot raise their voices in praise.
Those who go down to the grave
    can no longer hope in your faithfulness.
19 Only the living can praise you as I do today.
    Each generation tells of your faithfulness to the next.
20 Think of it—the Lord is ready to heal me!
    I will sing his praises with instruments
every day of my life
    in the Temple of the Lord.

21 Isaiah had said to Hezekiah’s servants, “Make an ointment from figs and spread it over the boil, and Hezekiah will recover.”

22 And Hezekiah had asked, “What sign will prove that I will go to the Temple of the Lord?”

Notas al pie

  1. 38:8 Hebrew the steps.
  2. 38:10 Hebrew enter the gates of Sheol?
  3. 38:18 Hebrew Sheol.