Hoffnung für Alle

Jakobus 1

Glauben und Handeln gehören zusammen (Kapitel 1–2)

Anschrift und Gruß

1Jakobus, der Gott und unserem Herrn Jesus Christus dient, grüßt mit diesem Brief das Volk Gottes, das über die ganze Welt zerstreut in der Fremde lebt[a].

Durch Bewährungsproben wird der Glaube stark

Liebe Brüder und Schwestern! Betrachtet es als besonderen Grund zur Freude, wenn euer Glaube immer wieder hart auf die Probe gestellt wird. Ihr wisst doch, dass er durch solche Bewährungsproben fest und unerschütterlich wird. Diese Standhaftigkeit soll in eurem ganzen Leben ihre Wirkung entfalten, damit ihr in jeder Beziehung zu reifen und tadellosen Christen werdet, denen es an nichts mehr fehlt. Wenn es jemandem von euch an Weisheit mangelt zu entscheiden, was in einer bestimmten Angelegenheit zu tun ist, soll er Gott darum bitten, und Gott wird sie ihm geben. Ihr wisst doch, dass er niemandem sein Unvermögen vorwirft und dass er jeden reich beschenkt. Betet aber im festen Vertrauen und zweifelt nicht; denn wer zweifelt, gleicht den Wellen im Meer, die vom Sturm hin- und hergetrieben werden. Ein solcher Mensch kann nicht erwarten, dass der Herr ihm etwas gibt. In allem, was er tut, ist er unbeständig und hin- und hergerissen.

Der Reichtum der Armen

Wer unter euch arm ist und wenig beachtet wird, soll sich darüber freuen, dass er vor Gott hoch angesehen ist. 10 Ein Reicher dagegen soll niemals vergessen, wie wenig sein irdischer Besitz vor Gott zählt.[b] Wie eine Blume auf dem Feld wird er samt seinem Reichtum vergehen. 11 In der glühenden Mittagshitze verdorrt das Gras, die Blüten fallen ab, und alle Schönheit ist dahin. Ebenso wird es den Reichen ergehen. All ihre Geschäftigkeit bewahrt sie nicht vor Vergänglichkeit und Tod.

Was unseren Glauben gefährdet

12 Glücklich ist, wer die Bewährungsproben besteht und im Glauben festbleibt. Gott wird ihn mit dem Siegeskranz, dem ewigen Leben, krönen. Das hat er allen versprochen, die ihn lieben. 13 Niemand, der in Versuchung gerät, kann behaupten: »Diese Versuchung kommt von Gott.« Denn Gott kann nicht vom Bösen[c] verführt werden, und er verführt auch niemanden zum Bösen. 14 Es sind vielmehr unsere eigenen selbstsüchtigen Wünsche, die uns immer wieder zum Bösen verlocken. 15 Geben wir ihnen nach, dann haben wir das Böse empfangen und bringen die Sünde zur Welt. Sie aber führt unweigerlich zum Tod. 16 Lasst euch also nichts vormachen, liebe Brüder und Schwestern! 17 Alles, was Gott uns gibt, ist gut und vollkommen. Er, der Vater des Lichts, ändert sich nicht; niemals wechseln bei ihm Licht und Finsternis. 18 Es war sein Wille, dass er uns durch das Wort der Wahrheit, durch die rettende Botschaft, neues Leben geschenkt hat. So sind wir der Anfang seiner neuen Schöpfung geworden.

Echte und falsche Frömmigkeit

19 Denkt daran, liebe Brüder und Schwestern: Seid sofort bereit, jemandem zuzuhören; aber überlegt genau, bevor ihr selbst redet. Und hütet euch vor unbeherrschtem Zorn! 20 Denn im Zorn tun wir niemals, was Gott gefällt. 21 Deshalb trennt euch von aller Schuld und allem Bösen. Nehmt vielmehr bereitwillig Gottes Botschaft an, die er wie ein Samenkorn in euch gelegt hat. Sie hat die Kraft, euch zu retten. 22 Allerdings genügt es nicht, seine Botschaft nur anzuhören; ihr müsst auch danach handeln. Alles andere ist Selbstbetrug! 23 Wer Gottes Botschaft nur hört, sie aber nicht in die Tat umsetzt, dem geht es wie einem Mann, der in den Spiegel schaut. 24 Er betrachtet sich, geht wieder weg und hat auch schon vergessen, wie er aussieht. 25 Ganz anders ist es dagegen mit dem, der nicht nur hört und es dann wieder vergisst, sondern auch danach handelt. Er beschäftigt sich gründlich mit Gottes vollkommenem Gesetz, das uns durch Christus gegeben ist und uns frei macht. Er kann sich glücklich schätzen, denn Gott wird alles segnen, was er tut.

26 Wer sich für fromm hält, aber seine Zunge nicht zügeln kann, der macht sich selbst etwas vor. Seine Frömmigkeit ist nichts wert. 27 Witwen und Waisen in ihrer Not zu helfen und sich vom gottlosen Treiben dieser Welt nicht verführen zu lassen – das ist wirkliche Frömmigkeit, mit der man Gott, dem Vater, dient.

Notas al pie

  1. 1,1 Wörtlich: grüßt die zwölf Stämme in der Zerstreuung. – Damit richtet sich Jakobus möglicherweise an diejenigen Juden, die zum Glauben an Jesus Christus gekommen sind und außerhalb von Israel unter den nichtjüdischen Völkern leben. Nach einer anderen Auslegung ist die ganze christliche Gemeinde gemeint, die sich noch fern von ihrer himmlischen Heimat befindet.
  2. 1,10 Wörtlich: (Vers 9) Es rühme sich aber der Bruder, der arm ist, seiner Höhe, (Vers 10a) der Reiche aber seiner Niedrigkeit.
  3. 1,13 Oder: zum Bösen.

Knijga O Kristu

Jakovljeva poslanica 1

Vjera i postojanost

Draga braćo i sestre, kad god zapadnete u kušnju, smatrajte da se imate čemu radovati.

Jer kad vam je vjera na kušnji, jača vaša postojanost.

Zato je pustite da se potpuno razvije, da postanete besprijekornima, bez ikakva nedostatka.

Treba li vam mudrosti, iskajte ju od Boga koji je svima daje rado, obilno i bez prigovora.

Ali tražite s vjerom, ne sumnjajući da ćete dobiti, jer čovjek koji sumnja nestalan je kao morski valovi koje vjetar lako baca amo-tamo.

Takav neka se ne nada išta primiti od Gospodina

jer je čovjek podijeljene duše, nepostojan na svim svojim putovima.

Neka se kršćanin[a] niskoga položaja ponosi time što ga je Bog uzvisio,

10 a bogataš time što ga je ponizio, jer će nestati poput poljskoga cvijeta.

11 Sunce žarko zasja, biljka usahne i cvijet joj otpadne te sva njegova ljepota nestane. Tako će i bogataši usahnuti na svojim putovima.

12 Blago čovjeku koji odolijeva kušnji. Kad se pokaže prokušanim, dobit će vijenac života koji je Bog obećao svima koji ga ljube.

13 Neka nitko od vas u napasti ne kaže: 'Bog me napastuje.' Niti se Boga može napastovati da čini zlo, niti on koga napastuje.

14 Svakoga, naprotiv, napastuje njegova vlastita požuda koja ga privlači i mami.

15 Požuda zatim začne i rodi grijeh, a kad se grijeh potpuno razvije, rađa smrt.

16 Zato se ne dajte varati, ljubljena braćo.

17 Sve što je dobro i savršeno dolazi nam odozgora, od Boga koji je stvorio sva nebeska svjetlila. Za razliku od njih, on se nikada ne mijenja; u njemu nema sjene zbog mijena.

18 On nas je dragovoljno rodio riječju istine, da budemo prvenci iznad svih stvorenja.

Poslušnost i djela

19 Upamtite, draga braćo: svatko bi trebao biti brz na slušanju, spor na pričanju i spor na srdžbi

20 jer ljudska srdžba ne može postupati prema Božjoj pravednosti.

21 Zato izbacite iz svojih života svako zlo i prljavštinu te ponizno prihvatite Božju poruku zasađenu u svoja srca jer ona može spasiti vaše duše.

22 I ne zaboravite da tu poruku nije dostatno samo slušati već treba i postupati prema njoj. Inače sami sebe zavaravate.

23 Jer ako samo slušate Riječ, a ne vršite ju, onda ste poput čovjeka koji pogleda vlastito lice u zrcalu,

24 ali čim se promotri, odmah ode ne popravivši što je trebalo i zaboravi kako izgleda.

25 Ali tko se ogleda u savršenomu Božjem zakonu - zakonu koji oslobađa - i nije samo zaboravan slušatelj, nego ga zaista i izvršava, Bog će ga blagosloviti u svemu što čini.

26 Umišlja li tko da je pobožan, a ne obuzdava svoj jezik, sam sebe vara jer je njegova pobožnost nevrijedna.

27 želite li da vaša pobožnost u očima Boga Oca bude čista i neokaljana, pomažite sirotama i udovicama u njihovoj nevolji i čuvajte se neokaljanima od pokvarenosti ovoga svijeta.

Notas al pie

  1. Jakovljeva poslanica 1:9 U grčkome: brat.