Nueva Versión Internacional (Castilian)

Abdías 1:1-21

1Visión de Abdías.

Orgullo y caída de Edom

1-4Jer 49:14-16

5-6Jer 49:9-10

Hemos oído una noticia de parte del Señor y un mensajero ha sido enviado a las naciones, diciendo: «¡Vamos, marchemos a la guerra contra ella!»

Así dice el Señor omnipotente acerca de Edom:

2«¡Te haré insignificante entre las naciones,

serás tremendamente despreciado!

3Tu carácter soberbio te ha engañado.

Como habitas en las hendiduras de los desfiladeros,

en la altura de tu morada,

te dices a ti mismo:

¿Quién podrá arrojarme a tierra?

4Pero, aunque vueles a lo alto como águila,

y tu nido esté puesto en las estrellas,

de allí te arrojaré

—afirma el Señor—.

5Si vinieran a ti ladrones

o saqueadores nocturnos,

¿no robarían solo lo que les bastara?

¡Pero tú, cómo serás destruido!

Si vinieran a ti vendimiadores,

¿no dejarían algunos racimos?

6¡Pero cómo registrarán a Esaú!

¡Cómo rebuscarán sus escondrijos!

7Hasta la frontera te expulsarán

tus propios aliados,

te engañarán y dominarán

tus propios amigos.

Los que se sientan a tu mesa

te pondrán una trampa.

¡Es que Edom ya no tiene inteligencia!

8¿Acaso no destruiré yo en aquel día

a los sabios de Edom,

a la inteligencia del monte de Esaú?

—afirma el Señor—.

9Ciudad de Temán, tus guerreros se caerán de miedo,

a fin de que todo hombre sea exterminado

del monte de Esaú por la masacre.

10»Por la violencia hecha contra tu hermano Jacob,

te cubrirá la vergüenza

y serás exterminado para siempre.

11En el día que te mantuviste aparte,

en el día que extranjeros llevaron su ejército cautivo,

cuando extraños entraron por su puerta

y sobre Jerusalén echaron suerte,

tú eras como uno de ellos.

12No debiste reírte de tu hermano en su mal día,

en el día de su desgracia.

No debiste alegrarte a costa del pueblo de Judá

en el día de su ruina.

No debiste proferir arrogancia

en el día de su angustia.

13No debiste entrar por la puerta de mi pueblo

en el día de su calamidad.

No debiste recrear la vista con su desgracia

en el día de su calamidad.

No debiste echar mano a sus riquezas

en el día de su calamidad.

14No debiste aguardar en los angostos caminos

para matar a los que huían.

No debiste entregar a los sobrevivientes

en el día de su angustia.

15»Porque cercano está el día del Señor

contra todas las naciones.

¡Edom, como hiciste, se te hará!

¡sobre tu cabeza recaerá tu merecido!

16Pues sin duda que así como vosotros, israelitas,

bebisteis de mi copa en mi santo monte,

así también la beberán sin cesar todas las naciones;

beberán y engullirán,

y entonces serán como si nunca hubieran existido.

17Pero en el monte Sión habrá liberación, y será sagrado.

El pueblo de Jacob recuperará sus posesiones.

18Los descendientes de Jacob serán fuego,

y los de José, llama;

pero la casa real de Esaú será estopa:

le pondrán fuego y la consumirán,

de tal forma que no quedará sobreviviente

entre los descendientes de Esaú».

El Señor lo ha dicho.

Restauración del pueblo de Dios

19Los del Néguev poseerán el monte de Esaú, y los de la Sefelá poseerán Filistea. Los israelitas poseerán los campos de Efraín y de Samaria, y los de Benjamín poseerán Galaad.

20Los exiliados, este ejército de israelitas que viven entre los cananeos, poseerán la tierra hasta Sarepta. Los desterrados de Jerusalén, que viven en Sefarad, poseerán las ciudades del Néguev, 21y los libertadores subirán al monte Sión para gobernar la región montañosa de Esaú. Y el reino será del Señor.

Hoffnung für Alle

Obadja 1:1-21

Obadja kündigt Gottes Gericht über Edom an

(Kapitel 1)

Gottes Strafe trifft die Edomiter

1In diesem Buch ist die Botschaft Obadjas aufgeschrieben, die ihm von Gott offenbart wurde.

Gott, der Herr, hat uns gezeigt, welches Urteil er über Edom gefällt hat. Er hat einen Boten zu den Völkern gesandt, der ihnen zuruft: »Kommt, wir führen Krieg gegen die Edomiter! Zieht in den Kampf!«

2Und dies sagt Gott zu den Edomitern: »Ich mache euch zu einem kleinen und unbedeutenden Volk, das tief verachtet wird. 3Durch euren Stolz habt ihr euch selbst betrogen. In unzugänglichen Felsklüften1,3 Das hebräische Wort für Fels (»Sela«) ist zugleich der Name von Edoms Hauptstadt, die schwer zugänglich im Gebirge lag. wohnt ihr, hoch oben im Gebirge, und meint: ›Von hier kann uns niemand hinunterstürzen!‹ 4Doch selbst wenn ihr euer Nest so hoch baut wie ein Adler, ja, selbst wenn ihr es zwischen die Sterne am Himmel setzt, stoße ich euch hinab in die Tiefe! Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort!

5Wenn Diebe im Schutz der Nacht einbrechen, nehmen sie nur mit, so viel sie tragen können. Wenn die Winzer den Weinberg abernten, lassen sie eine Nachlese übrig. Ihr aber werdet vollkommen vernichtet! 6Die Feinde werden euer ganzes Land ausplündern und jeden Schlupfwinkel aufspüren. 7Die Völker, mit denen ihr verbündet wart, jagen euch aus eurem Land, eure eigenen Freunde treiben ein falsches Spiel mit euch und fallen euch in den Rücken. Die vorher noch am selben Tisch mit euch saßen, stellen euch eine Falle und sagen: ›Die Edomiter merken es ja doch nicht!‹

8Wenn jener Tag kommt, hat für euch klugen Leute im Bergland von Edom die letzte Stunde geschlagen. Dafür sorge ich, der Herr! Dann seid ihr mit eurer Weisheit am Ende! 9Eure mutigen Soldaten in der Festung Teman werden vor Angst zittern, denn auch der letzte Nachkomme von Esau wird ermordet.

10Ihr Edomiter habt euer Brudervolk, die Nachkommen von Jakob, grausam misshandelt. Diese Schande lastet auf euch, und darum werdet ihr für immer vernichtet. 11Als fremde Truppen durch die Tore von Jerusalem einmarschierten, als sie die Einwohner durch das Los unter sich verteilten und ihr Hab und Gut wegschleppten, da tatet ihr so, als ginge euch das gar nichts an. Ja, ihr habt sogar mit den Feinden gemeinsame Sache gemacht! 12Ihr hättet damals nicht so schadenfroh das Unglück der Judäer mit ansehen dürfen! Warum habt ihr euch über ihr Leid lustig gemacht und gespottet, als sie in Not waren? 13Es war ein Tag des Schreckens, ein Tag voller Tod und Verderben. Doch ihr seid auch noch in die eroberte Stadt eingedrungen und habt euch angesehen, wie die Menschen dort litten! Den letzten Besitz meines Volkes habt ihr an euch gerissen. 14Und wenn einige von ihnen fliehen konnten, habt ihr ihnen heimtückisch an den Wegkreuzungen aufgelauert, um sie zu töten oder an ihre Verfolger auszuliefern! 15Der Tag, an dem ich, der Herr, über alle Völker Gericht halte, steht schon vor der Tür. Dann ziehe ich auch euch Edomiter zur Rechenschaft. Man wird euch genau das antun, was ihr euren Brüdern aus Juda angetan habt!«

Das Volk Gottes findet Rettung!

16»Ihr Einwohner von Jerusalem musstet auf meinem heiligen Berg aus dem Becher meines Zorns trinken. Genauso werden die anderen Völker daraus trinken, und sie werden ihn bis zur Neige leeren müssen. Nach ihrem Untergang wird nichts mehr an sie erinnern.

17Aber auf dem Berg Zion findet man Rettung; er wird wieder ein heiliger Ort sein, an dem ich, der Herr, wohne! Die Nachkommen von Jakob werden das Land neu in Besitz nehmen. 18Wie loderndes Feuer Stroh verzehrt, so werden die Judäer und Israeliten1,18 Wörtlich: das Haus Jakob und das Haus Josef. die Edomiter vernichten. Keiner von Esaus Nachkommen wird mit dem Leben davonkommen. So habe ich, der Herr, es beschlossen!

19Die Judäer aus der Steppe im Süden werden das edomitische Bergland erobern, die aus dem westlichen Hügelland das Gebiet der Philister und die übrigen das Gebiet von Ephraim und die Gegend um Samaria. Der Stamm Benjamin nimmt das Bergland von Gilead in Besitz. 20Den Verschleppten aus dem Reich Israel wird das Land der Kanaaniter bis nach Zarpat im Norden gehören, während die Einwohner von Jerusalem, die nach Sefarad verbannt wurden, die Städte im Süden Judas einnehmen werden. 21Befreier1,21 Oder nach der griechischen Übersetzung: Die Befreiten. werden nach Jerusalem auf den Berg Zion kommen und über das Bergland der Edomiter herrschen. Ich, der Herr, aber werde König sein!«