Священное Писание

Аввакум 1:1-17

1Пророческое видение, которое было пророку Аввакуму.

Первая жалоба пророка

2О Вечный1:2 Вечный – на языке оригинала: «Яхве». Под этим именем Всевышний открылся Мусе и народу Исраила (см. Исх. 3:13-15). См. пояснительный словарь., сколько же мне взывать о помощи,

пока Ты услышишь?

Сколько кричать Тебе о насилии,

пока Ты спасёшь?

3Зачем Ты даёшь мне видеть беззаконие,

безучастно смотришь на беду?

Передо мной – разрушение и насилие,

поднимаются рознь и разлад.

4Из-за этого закон утратил силу,

и нет больше справедливости.

Нечестивые взяли верх над праведными,

и порочным стал правый суд.

Ответ Всевышнего

5– Внимательно присмотритесь к народам,

и вы будете крайне изумлены,

потому что Я совершу в ваши дни такое,

чему бы вы никогда не поверили,

если бы вам рассказали об этом.

6Я подниму вавилонян,

неистовый и свирепый народ,

который помчится по всей земле

отнимать чужие жилища.

7Они грозны и ужасны;

они сами себе закон,

и возвеличивают себя, как хотят.

8Их кони быстрее барсов,

злее волков во тьме.

Их конница мчится во весь опор,

их всадники скачут издалека.

Они летят, как орёл, что бросается на добычу,

9приходят для грабежа.

Их полчища несутся, как знойный вихрь,

собирая пленников, как песок.

10Смеются они над царями,

издеваются над повелителями.

Они потешаются над крепостями:

насыпают осадный вал и берут их.

11Проносятся они, как вихрь,

этот преступный люд, чей бог – собственная сила.

Вторая жалоба пророка

12О Вечный, мой Бог, мой Святой!

Разве не издревле Ты?

Мы не умрём!

Вечный, Ты велел им исполнить приговор;

Скала, Ты назначил им карать.

13Слишком чисты Твои глаза, чтобы видеть зло;

Ты не можешь смотреть на беззаконие.

Почему же тогда Ты смотришь на вероломных,

молчишь, когда злые поглощают тех, кто праведнее их?

14Ты уподобил людей рыбе в морях,

твари морской, у которой нет правителя.

15Враг вытягивает их крюком,

ловит сетью,

сгоняет в невод,

веселится и торжествует.

16Поэтому сетям своим приносит он жертвы

и благовония – своим неводам,

ведь благодаря им жирен его кусок

и роскошно его застолье.

17Неужели и дальше опорожнять ему сеть,

без жалости истребляя народы?

Hoffnung für Alle

Habakuk 1:1-17

Menschliches Unrecht und Gottes Gerechtigkeit

(Kapitel 1–3)

Der Prophet klagt: Überall herrschen Unrecht und Gewalt

1In diesem Buch ist die Botschaft aufgeschrieben, die Gott dem Propheten Habakuk offenbarte:

2Herr, wie lange schon schreie ich zu dir um Hilfe, aber du hörst mich nicht. »Überall herrscht Gewalt!«, rufe ich dir zu, doch von dir kommt keine Rettung. 3Warum muss ich so viel Unrecht mit ansehen, und warum schaust du untätig zu, wie die Menschen einander das Leben schwer machen? Unterdrückung und Gewalt, wohin ich blicke, Zank und Streit nehmen kein Ende! 4Dagegen ist das Gesetz machtlos geworden, auf ein gerechtes Urteil hofft man vergeblich. Der Gottlose treibt den Unschuldigen in die Enge, und Recht wird in Unrecht verdreht.

Gottes Antwort

5»Seht euch einmal unter den Völkern um! Ja, schaut genau hin, und ihr werdet aus dem Staunen nicht mehr herauskommen! Was ich noch zu euren Lebzeiten geschehen lasse, würdet ihr nicht für möglich halten, wenn andere es euch erzählten. 6Denn schon bald lasse ich die Babylonier zu großer Macht gelangen, dieses grausame und von Kampflust getriebene Volk. Ihre Truppen durchstreifen die ganze Welt und reißen ein Land nach dem anderen an sich. 7Sie verbreiten Furcht und Schrecken, sie herrschen mit Gewalt und schaffen sich ihr eigenes Recht. 8Ihre Pferde sind schneller als Leoparden und wilder als Wölfe auf ihrer nächtlichen Jagd. Aus weiter Ferne stürmen ihre Reiter heran; sie fliegen herbei wie Adler, die sich auf ihre Beute stürzen. 9Ihr einziges Ziel ist Blutvergießen, unaufhaltsam rasen sie vorwärts. Sie nehmen ihre Feinde gefangen, wie man Sand zusammenschaufelt. 10Dann machen sie sich über die Könige lustig und treiben mit den angesehenen Männern ihren Spott. Über die Festungen ihrer Gegner lachen sie nur, sie schütten einen Belagerungswall auf und nehmen sie ein. 11Dann ziehen sie weiter, wie ein Wirbelwind jagen sie davon und hinterlassen eine Spur der Verwüstung1,11 Oder: und häufen dabei immer mehr Schuld auf sich.. Ihre eigene Stärke ist ihr Gott!«

Herr, warum schweigst du?

12O Herr, mein Gott, bist du nicht von jeher unser heiliger Gott? Du wirst uns nicht sterben lassen, denn du bist für uns wie ein schützender Fels. Die Babylonier hast du dazu bestimmt, dein Strafgericht an uns zu vollstrecken. 13Dabei bist du doch zu heilig, um Böses mit ansehen zu können; du erträgst es nicht, wenn Menschen Unrecht geschieht. Warum siehst du dann dem Treiben dieser Verbrecher tatenlos zu? Warum schweigst du, wenn diese Gottlosen andere vernichten, die doch rechtschaffener sind als sie? 14Du lässt sie mit den Menschen umgehen wie mit Fischen und anderen Meerestieren, die keinen Anführer haben und ihren Feinden schutzlos ausgeliefert sind. 15Man holt sie alle mit Angeln und Netzen heraus und schleppt sie davon, voller Freude über den guten Fang. 16Diese Fischer bringen ihren Netzen Opfer dar und verbrennen Weihrauch für sie, denn ihnen verdanken sie ihr üppiges Leben und reichen Gewinn. 17Wie lange noch dürfen sie auf Beutezug gehen und ganze Völker erbarmungslos vernichten?